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Arthur Schnitzler 90ster Todestag (21.10) Litteratur in Langenberg


Kursnummer 21B2EB909
Beginn Mi., 27.10.2021, 19:15 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 8,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Bemerkungen Schreibzeug (Papier, Schreibmaterialien) für Notizen während der Veranstaltung;
in der vhs.cloud unter MATERIALIEN/Dateiablage finden Sie Materialien zum rein privaten Gebrauch; diese können Sie nach Freischaltung Ihres Zugangs herunterladen.
Kursort vhs.cloud, digitales Angebot
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„Zu Wien in der Praterstraße, damals Jägerzeile geheißen, im dritten Stockwerk des an das Hotel Europe grenzenden Hauses, kam ich am 15. Mai 1862 zur Welt; und wenige Stunden später, mein Vater hat es mir oft erzählt, lag ich für eine Weile auf seinem Schreibtisch. Ob mir diesen für einen Säugling immerhin ungewöhnlichen Aufenthalt die Hebamme oder mein Vater selbst zugewiesen hatte, weiß ich nicht mehr; – jedenfalls gab die Tatsache ihm immer wieder Anlaß zu einer naheliegenden scherzhaften Prophezeiung meiner schriftstellerischen Laufbahn, – eine Prophezeiung übrigens, deren Erfüllung er nur in bescheidenem Ausmaße und keineswegs in ungeteilter Freude erleben sollte.“
Arthur Schnitzler: Jugend in Wien. Entstanden 1915–1918, unter dem geplanten Titel »Leben und Nachklang – Werk und Widerhall«. Vollständiger Erstdruck: Wien/München/Zürich 1968, S. 13

Der jüdische Arztsohn, selbst Arzt und in seinen Dramen und dem erzählerischen Werk immer wieder mit sozialen, psychologischen und Themen des Verhaltens von Menschen in Extremsituationen befasst, stirbt am 21. Oktober 1931. In den 20er Jahren gehört Schnitzler – nach dem Skandal um sinen Zyklus dramatischer Szenen „Der Reigen“ – zu den meist gespielten Dramatikern auf deutschen Bühnen. Bis heute gilt er neben Hugo von Hofmannsthal zum Wegbereiter der „Wiener Moderne“; seine Kritik an der Habsburgermonarchie und seine Ablehnung des 1. Weltkrieges, aber auch sein Schweigen gegenüber den Gräueln des Krieges sind u Lebzeiten wie in der Rezeption Gegenstand innerliterarischer und feuilletonistischer Kontroversen gewesen. Ein Reflex hiervon ist das teils überaus freundschaftliche, tiels brüsk ablehnende Verhältnis zwischen Karl Kraus und Arthur Schnitzler, das sich im folgenden Epigramm Kraus‘ mit Blick auf Schnitzlers literarische Haltung zwischen 1914 und 1918 zeigt:

Arthur Schnitzler

Sein Wort vom Sterben wog nicht schwer.
Doch wo viel Feinde, ist viel Ehr:
er hat in Schlachten und Siegen
geschwiegen.


Anmeldeschluss: 27.10.2021, 16.00 Uhr

Anmeldungen und nähere Informationen unter www.vhs-re.de, 05242 90 30-139 oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de




Datum
27.10.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
vhs.cloud, digitales Angebot


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