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Ludwig Börne (1786–1837) vs. Heinrich Heine (1797–1856) Litterarische Mittwochsgesellschaft III


Kursnummer 21B2EA903
Beginn Mi., 03.11.2021, 19:15 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 8,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Bemerkungen Schreibzeug (Papier, Schreibmaterialien) für Notizen während der Veranstaltung;
in der vhs.cloud unter MATERIALIEN/Dateiablage finden Sie Materialien zum rein privaten Gebrauch; diese können Sie nach Freischaltung Ihres Zugangs herunterladen.
Kursort vhs.cloud, digitales Angebot
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Börne und Heine. (1819–1830.)

Gehören auch Börne und Heine in die jüdische Geschichte? Allerdings! Es floß nicht bloß jüdisches Blut in ihren Adern, sondern auch jüdischer Saft in ihren Nerven. Die Blitze, die sie bald in regenbogenartigen Farben, bald in grellen Streifen über Deutschland flammen ließen, waren mit jüdisch-talmudischer Elektrizität geladen. Sie haben zwar beide sich äußerlich vom Judentume losgesagt, aber nur wie Kämpfer, die des Feindes Rüstung und Fahne ergreifen, um ihn desto sicherer zu treffen und ihn desto nachdrücklicher zu vernichten. So waren sie Heuchler? Man mache die Lauheit oder Einfalt der halben Dorfpfarrer verantwortlich, die sie mit dem Taufwasser besprengten, ohne sie um ein aufrichtiges Glaubensbekenntnis zu befragen! Trotz des Taufwassers haben ihre Gegner sie als Juden betrachtet und beschimpft. Und in der Tat hing einer von ihnen ungeachtet seiner wechselnden Stimmungen im Herzen dem Judentum aufrichtiger an, als die Friedländers, die sich als dessen Vertreter gebärdeten. Diese beiden reichbegabten Persönlichkeiten, die man ungeachtet ihrer inneren Verschiedenheit, wie Schiller und Goethe, als ein Zwillingspaar ansehen kann, haben den mittelalterlichen Qualm, den die Deutschen künstlich, um das Licht zu verdunkeln, um sich anhäuften, mit ihrem blitzartigen Geiste durchbrochen und dem reinen Lichte wieder Zutritt verschafft. Witz und Geist, für die außer Lessing nur wenige in Deutschland bis dahin das rechte Verständnis gehabt hatten, machten sie in der deutschen Literatur heimisch und verbannten die deutsche Hölzernheit und Unbeholfenheit, über welche sich die Nachbarvölker lustig zu machen pflegten.
[...]

Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Aus den Quellen neu bearbeitet von Dr. H. Graetz, Bd.11: Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelssohnschen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848), Bearbeitet von Dr. M. Brann, Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig 1900, S. 345 ff: Vierter Zeitraum: 8. Kapitel. Börne und Heine


Anmeldeschluss: 03.11.2021, 16.00 Uhr

Anmeldungen und nähere Informationen unter www.vhs-re.de, 05242 90 30-139 oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de




Datum
03.11.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
vhs.cloud, digitales Angebot


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