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Dorothea Schlegel (1763–1839) Litterarische Mittwochsgesellschaft II


Kursnummer 21B2EA902
Beginn Mi., 06.10.2021, 19:15 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 8,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Bemerkungen Schreibzeug (Papier, Schreibmaterialien);
Literatur - sofern vorhanden
Kursort vhs.cloud, digitales Angebot
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Goethes berühmte Gretchen-Frage: "Wie hast du's mit der Religion?" schwingt beim berühmten Jenaer Romantiker-Treffen 1799 in der Wohnung der beiden Schlegel-Brüder, Jena – im Hinterhaus, An der Leutra 5, in dem August-Wilhelm mit Caroline und Friedrich mit der noch anderweitig verheirateten Dorothea für ein gutes halbes Jahr zusammen lebten, stets mit. Religion, Aufklärungskritik, Gattungsfragen, Ideen zum Wesen der Poesie etc. beflügeln den Poeten-Workshop, an dem von außerhalb Friedrich von Hardenberg, auch bekannt als Novalis, Ludwig Tieck und der Hölderlin- und Hegel-Freund Friedrich Wilhelm Schelling beteiligt waren. Nach diesem Treffen war die deutsche Literatur eine andere; wir stehen an der Wende zur Romantik und in Folge einer sich ständig erweiternden philosophisch-poetisch reflektierten Stilvielfalt, die schlussendlich in die Moderne führt.
Dorothea Veith, als Brendel Mendelssohn geborene Tochter des berühmten Aufklärungsphilosophen Moses Mendelssohn, war zu diesem Zeitpunkt noch jüdischen Glaubens, ließ sich nach der Scheidung 1804 in Paris protestantisch taufen und mit Friedrich Schlegel trauen und trat 1808 mit Friedrich zum Katholizismus über. Zwischen dem Kennen- und Lieben-Lernen von Dorothea und Friedrich 1797 im Berliner Salon von Henriette Herz, in welchem ein gute Mischung jüdischer und christlicher Kultur zum Austausch und Verständnis zwischen den Kulturen anregte, und dem Übertritt zum Katholizismus 1808 liegt die Phase der schriftstellerischen und übersetzerischen Tätigkeit von Dorothea Schlegel, meist herausgegeben unter dem Namen ihres Mannes, in der sie – ohne im Vordergrund zu stehen – eine der einflussreichsten Frauen in der deutschen Literaturgeschichte wird, ihr einziger fragmentarischer Roman "Florentin" (1801) ist neben Briefen, Essays und Übersetzungen wichtigstes literarisches Zeugnis.


Anmeldeschluss: 06.10.2021, 16.00 Uhr

Anmeldungen und nähere Informationen unter www.vhs-re.de, 05242 90 30-139 oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de




Datum
06.10.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
vhs.cloud, digitales Angebot


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