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vhs.cloud: "... bald sind wir aber Gesang" - Friedrich Hölderlin zum 250sten Lauffen am 20. März 1770


Kursnummer M2EA106
Beginn Mi., 08.04.2020, 19:15 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Bemerkungen Schreibzeug (Papier, Schreibmaterialien);
Literatur - sofern vorhanden
Kursort
vhs.cloud, digitales Angebot
,
Bitte unter www.vhs.cloud als Teilnehmer registrieren und dann mit dem Veranstaltungscode hoelderlin250@re.vhs.cloud anmelden; Sie werden dann schnellstmöglich in den virtuellen Veranstaltungsraum geführt... Dieser ist bis Ende Juni geöffnet, neue Interessenten sind jederzeit willkommen.
Der life-Vortrag zu Hölderlin findet als Litterarische Mittwochsgesellschaft am 08.04.2020 ab 19.15 Uhr im digitalen Kursraum der vhs.cloud statt. Das System läuft problemlos, wenn ein Chrome- oder Firefox-Browser verwendet wird.

Diese Veranstaltung - zunächst für den Geburtstagsabend geplant, aber dem Corona-Virus zum Opfer gefallen - ist eine Herzensangelegenheit des Referenten; Friedrich Hölderlin begleitet Dr. Rüdiger Krüger seit mehr als 40 Jahren - obwohl er ihn erst als deutlich über 20jähriger kennen und schätzen gelernt hat. "The Poet of Poets" wird eine kleine Reihe Dichter von Orpheus und Homer über Petrarca und Cervantes bis hin zu Shelley und Hölderlin bezeichnet. Und dieser Abend der Litterarischen Mittwochsgesellschaft - der wegen der widrigen Umstände als offenes Angebot drei Monate im Netzt bleibt - wird zeigen, warum Fritz oder Holder, wie ihn Verwandte und Freunde zärtlich nannten, wohl einer der größten Dichter, v.a. Lyriker, deutscher Zunge ist.

An die Parzen

Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!
Und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
Daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättiget, dann mir sterbe.

Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
Nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
Doch ist mir einst das Heilge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,

Willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
Mich nicht hinab geleitet; Einmal
Lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.

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Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

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Mischung der Dichtarten

Der tragische Dichter tut wohl, den lyrischen, der lyrische den epischen, der epische den tragischen zu studieren. Denn im tragischen liegt die Vollendung des epischen, im lyrischen die Vollendung des tragischen, im epischen die Vollendung des lyrischen. Denn wenn schon die Vollendung von allen ein vermischter Ausdruck von allen ist, so ist doch eine der drei Seiten in jedem die hervorstechendste.

Entstanden um 1800, Erstdruck in: Gesammelte Werke, hg. v. W. Böhm, Jena 1911.

Kurs abgeschlossen



Datum
08.04.2020
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
vhs.cloud, digitales Angebot


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