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Auf den Spuren der Prämonstratenser: Leben und Arbeiten von Frauen in kirchlichen Gemeinschaften


Kursnummer J0AK101
Beginn Sa., 22.09.2018, 09:00 - 18:00 Uhr
Kursgebühr 324,00 €
Dauer 2 Termine
Kursleitung Peter Wiegelmann
Kursort
In Norberts Konzeption sollte die Gemeinde von Prémontré der urchristlichen Gemeinschaft von Jerusalem folgen: die Gläubigen versammelten sich um die Apostel. Auf diesen Grundsteinen aufbauend wurde nach 1121 Prémontré Doppelkloster und umfasste die Gemeinschaft der Kanoniker, die Laienbrüder und die Schwestern. Norbert liebte diese Struktur, weil er meinte, dies gebe die Vielfalt der Urkirche wider.
Norberts Nachfolger haben die Eucharistie tief verehrt und dadurch auch das Priesteramt geschätzt. Die Nonnen haben separat, aber in der Nähe der Klöster der Kanoniker gelebt. Ihre Hauptaufgabe war, neben dem Beten sich um die Armen, die Pilger und die Ordensbrüder zu kümmern. Die Oberin der Nonnen wurde Priorin genannt, und die Details ihres Lebens wurden von der "Magistra exteriorum" geregelt.
Nach dem Tod Norberts erstarkten die Tendenzen des Ordens, welche die Trennung der Frauen und Männer forcierten. Hugo von Fosses, der Abt von Prémontré, war der Meinung, dass die Generalkapitel die Auflösung der Doppelklöster initiieren sollten. Fortan haben sich die Schwestern in einer neuen Situation befunden, haben die Strukturen des Männerordens übernommen und einen besonderen Akzent auf das festliche Chorgebet gelegt.
Die Beginen waren im Mittelalter unabhängige, selbstständige Frauen, die weder heiraten noch in ein Kloster eintreten wollten. Die Beginen-Bewegung entstand aus der Suche nach spirituellen Formen des Lebens außerhalb von Klostermauern. Sie lebten vorwiegend in den Beginenhöfen der Städte, eine Begine konnte aber auch alleine, zu zweit oder in ihrer Familie leben. Zu Beginn (ab dem 12.Jhdt) waren es Frauen aus dem Adel und dem städtischen Mittelstand, später schlossen sich Frauen und Mädchen aus allen Schichten der Bewegung an. Jede Frau konnte eine Begine werden.
Anders als katholische Nonnen mussten die Beginen keinerlei Gelübde ablegen und konnten auch jederzeit ohne weitere Angabe von Gründen das Konvent wieder verlassen. Auch die Möglichkeit sich zu bilden, dürfte für einige Frauen ebenfalls eine große Rolle gespielt zu haben.
Die Beginen unterstanden keinem Orden und keiner kirchlichen Hierarchie. Sie organisierten ihre Gemeinschaften selbst.
Unsere Studienreise führt uns in diesem Jahr wieder nach Brabant.
Kloster St. Catharinadal in Oosterhout
Die Prämonstratenserinnen von Sint Catharinadal bei Oosterhout schauen auf eine mehr als siebenhundertjährige Geschichte zurück. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind aus 1271.
Die Bibliothek von St. Catharinadal ist berühmt wegen der künstlerisch reichhaltigen Büchersammlung ab 1600. So hauchen schon die prachtvollen Gebäude ein natürliches kulturelles Klima aus.
Die Werkstatt beschäftigt sich mit der Restauration von alten Bibeln und anderen wertvollen Büchern. Daneben wird Kalligraphie mit Schreiben über Velinpapier und Leder mit goldenen Blättermotiven ausgeübt.
Ein weiteres Betätigungsfeld von St. Catharinadal ist der Weinanbau ab 2015, der auch zu der Bezeichnung Wijnkloster geführt hat.

Das Stift in Leuven ist einer der schönsten, weitläufigsten und sorgfältigst restaurierten Beginenhöfe, dessen mittelalterliche Struktur erhalten geblieben ist. Allgemein wird als Entstehungsjahr 1232 angenommen, doch wahrscheinlich gab es schon vor dieser Zeit in der Nähe Sankt- Quentin- Kirche Beginensiedlungen.
Charakteristisch für den Hof ist die eher niedrige Bebauung aus Sand- und Backstein. Der Wohlstand einzelner Beginen ist sichtbar an den Häusern, die sie bewohnten, abzulesen. In den Gemeinschaftshäusern lebten die ärmeren Beginen.
Dem Weitblick des Kunsthistorikers Raymond Lemaire ist die Rettung dieses architektonischen Kleinods zu verdanken. Es war das erste Mal in Flandern, dass ein ganzer Stadtteil restauriert wurde.
Parkabdij in Leuven
Die Parkabdij in Leuven geht auf das Jahr 1129 zurück, als sich der Graf von Leuven an den Abt von St.Martin wandte mit der Bitte, in der Nähe von Leuven eine Abtei zu gründen. Damit begann die sehr wechselhafte Geschichte, die auch geprägt wurde durch die Wirren der Kriege und Reformation. Heute leben noch einige Prämonstratenser in der Abdij und setzen die Tradition fort.

Leitung: Peter Wiegelmann




Datum
22.09.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:00 Uhr
Ort
Reiseziel, siehe Programm
Datum
23.09.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:00 Uhr
Ort
Reiseziel, siehe Programm


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