Kultur, Gestalten
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Litterarische Mittwochsgesellschaft Jüdische Litteratur in Deutschland


Kursnummer 21B2EA100
Beginn Mi., 15.09.2021, 19:15 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 40,00 €
Dauer 5 Termine
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Bemerkungen Schreibzeug (Papier, Schreibmaterialien);
Literatur - sofern vorhanden
Kursort Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek
Kirchplatz 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Wir erinnern an 1700 Jahre jüdisches Leben auf deutschem Boden. Grundlage ist ein Dekret des römischen Kaisers Konstantin von 321, das in späteren Abschriften in der Bodmeriana in Genf und im Vatikan überliefert ist. Das Schreiben an die "decurionibus Agrippiniensibus", die Stadtväter Kölns, beweist, dass es spätestens seit Beginn des 4. Jahrhunderts Menschen jüdischen Glaubens in Köln und damit wohl auch andernorts im nördlichen Westeuropa gegeben haben muss:
"Durch reichsweit gültiges Gesetz erlauben wir allen Stadträten, dass Juden in den Stadtrat berufen werden. Damit ihnen [den Juden] selbst aber etwas an Trost verbleibe für die bisherige Regelung, so gestatten wir, dass je zwei oder drei [...] aufgrund dauernder Privilegierung mit keinen [solchen] Berufungen belastet werden." Übersetzung Karl Leo Noethlichs.
Die Jahrhunderte jüdischen Lebens auf deutschem Boden sind auch Jahrhunderte der Diskriminierung, der erzwungenen Anpassung, die sich in Themen und Personen widerspiegeln, die in der deutschsprachigen Litteratur in Erscheinung treten.
Anhand von fünf ausgewählten Beispielen vom Mittelalter über die Aufklärung bis ins 19. Jahrhundert und mit Beispielen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts soll den Autoren nachgespürt werden, die sich der jüdischen Kultur zugehörig fühlten.
– Süßkind der Jude von Trimberg 2. Hälfte 13. Jh.
Jüdisches Leben und Literatur im deutschen Mittelalter
– Dorothea Schlegel (geb. als Brendel Mendelssohn) (1763–1839)
– Zwei konvertierte literarische Streithähne
Ludwig Börne (eigentlich: Juda Löw Baruch) (1786–1837)
Heinrich Heine (Harry) (1797–1856)
– Else Lasker-Schüler (1869–1945)
– Jud Süß (Joseph Süß Oppenheimer) – Wilhelm Hauff (Erzählung) Lion Feuchtwanger (Theaterstück und Roman) Veit Harlan (NS-Film)

Es sei hier auch auf die beiden weiteren Litteraturabende zu Stefan Zweigs 140stem Geburtstag und Arthur Schnitzlers 90stem Todestag hingewiesen. Zweig, der sich selbst als "Jude aus Zufall" bezeichnete, ist (anders als Schnitzler, dessen jüdische Herkunft keine größere Rolle spielte, da er schon 1931 starb und dadurch vom Nazi-Terror verschont blieb,) dem brutale Vorgehen nationalsozialistischer Gesinnungstäter in Österreich 1934 durch Flucht und Exil entronnen, womit er allerdings auch seine geistige und sprachliche Heimat verlor.

Anmeldungen und nähere Informationen unter www.vhs-re.de, 05242 90 30-139 oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de




Datum
15.09.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
Kirchplatz 2, Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek
Datum
06.10.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
Kirchplatz 2, Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek
Datum
03.11.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
Kirchplatz 2, Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek
Datum
15.12.2021
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
Kirchplatz 2, Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek
Datum
19.01.2022
Uhrzeit
19:15 - 21:30 Uhr
Ort
Kirchplatz 2, Stadtbibliothek Wiedenbrück, Kinderbibliothek


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